Am kommenden Sonntag startet auch die II. Mannschaft der TuS Mechernich in die neue Saison. Grund genug sich ein Bild der neu formierten Mannschaft zu machen und von Trainer Harald Hohmeier seine Sichtweise auf 2015/2016 einzuholen.

Im Rückblick auf die vergangene Saison konnte die II. Mannschaft ihr letztes Heimspiel, gleichzeitig das Abschlusspiel und Lokalderby der Saison, gegen Rotbachtal/Strempt II mit einem versöhnlichen 6:2 Sieg für sich entscheiden.

Dennoch blieb man trotz einiger Verstärkungen in der Winterpause hinter dem Saisonziel, Mitspielen um den Aufstieg in die Kreisklasse B, zurück, da bis auf wenige Ausnahmen gegen die „Großen der Liga“ Niederlagen einsteckt werden mussten. Am Ende stand, wie schon im Vorjahr, Platz 6 im Klassement.

In der Sommerpause entschieden sich einige Spieler den Verein zu wechseln, sodass man von einem erheblichen Umbruch in der Mannschaft sprechen kann. Die verbliebenen Spieler sehen es unter dem Motto: „Einige Spieler erfreuen uns beim Kommen und andere Spieler beim Gehen“! Letztlich sind dies Entschlüsse eines jeden Einzelnen und daher schaut man in der II. Mannschaft eher nach vorne als zurück.

Bis zum Saisonstart am 16.08 gegen den FC Scheven gilt es, dass noch verbleibende Team mit den Neuzugängen als eine Einheit auf dem Platz zu präsentieren. Es konnten die entstandenen Lücken überwiegend geschlossen werden und die Testspiele zeigten, dass zwar noch nicht alles reibungslos läuft, aber man auf einem guten Weg ist.

Somit steht die neue Saison ganz unter dem Motto: „Mit Spaß und Spielfreude so schnell als möglich zu den Spitzenteams

FVM zeichnet Sven Lepartz (TuS Mechernich) mit dem Fair-Play-Preis aus

Mechernich. „Das geht nicht”, dachte sich Sven Lepartz (Turn- und Sportvereinigung Mechernich) am letzten Spieltag der zurückliegenden Saison der Kreisliga A in der Auswärtspartie gegen den TB-SV Füssenich-Geich. Während seine Mitspieler in der 76. Minute das vermeintliche 4:2 durch Pascal Kautz — einen direkt verwandelten Eckball — feierten, ging Lepartz zum Schiedsrichter und signalisierte, dass es sich bei diesem Traumtor um eine Mogelpackung handelte, um ein Phantomtor.

Loch im Netz

Dem Unparteiischen berichtete Lepartz, dass der Ball hinter der Latte durch ein Loch im Netz ins Tor gelangt war und es sich deshalb um einen irregulär erzielten Treffer handelte. Der Schiedsrichter nahm daraufhin die Anerkennung des Tors zurück und entschied auf Abstoß.

Von Spielern und Verantwortlichen auf Füssenich-Geicher Seite gab es daraufhin Szenenapplaus für die couragierte Aktion des Mechernichers. Kurze Zeit später fiel der 3:3-Ausgleich, die drei sicher geglaubten Punkte der Gäste waren fast verloren. In der Nachspielzeit fiel dann aber doch noch der umjubelte Siegtreffer zum 4:3 für die TuS.

Lepartz vorbildliches Verhalten wurde jetzt belohnt. Schiedsrichter Kevin Breuer hatte die Aktion im Anschluss an die Partie im Spielbericht vermerkt, verbunden mit einem dicken Lob für die faire Geste. Dem schloss sich der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) an. Er zeichnete Lepartz am Sonntag vor dem Kreispokalspiel der Mechernicher in Sistig mit dem Preis „Fair Play des Monats” aus. Die Ehrung übernahmen FVM-Vizepräsident Hans-Christian Olpen, der Fußballkreisvorsitzende Hubert Jung und Michael Schmitz (Mechernich) als Vertreter des „Fair-Play-des-Monats”-Partners HUK-Coburg

Intensive Trainingseinheiten und interessante Testspiele geplant

Am Montagabend hat die TuS Mechernich die Vorbereitung auf die neue Spielzeit 2015/2016 begonnen. Dabei konnte Co-Trainer Ronny Grothe insgesamt 21 Spieler zu einer ersten intensiven Laufeinheit begrüßen, die den Tross in Richtung Mechernich-Bergheim führte. Die Stimmung war trotz des langen Anstiegs ausgezeichnet und auch der Berg zurück zum Eifelstadion war für die meisten Spieler kein großes Hindernis. Ronny Grothe dazu: „Ein Großteil der Jungs war auch in der Sommerpause fleißig und so müssen wir nicht wieder bei null beginnen und den Rest bekommen wir durch viel Fleiß und Disziplin hin“.

Die zweite Trainingseinheit führte dann am Mittwochabend direkt in das Eifelstadion, da die Platzanlage in Mechernich-Voißel in keinem guten Zustand ist. 18 Spieler, darunter die Neuzugänge Hussein Yassine und Tobias Lebert (zuletzt Kaller SC) und Marcus Georgi (SW Nierfeld) absolvierten eine Einheit aus Lauf- und Kraftübungen. Zum Ende hin des fast zweistündigen Trainings kam der Ball zum Einsatz und auch hier zeigte sich deutlich, dass alle Jungs gewillt sind, an ihre Leistungsgrenze zu gehen. Der noch urlaubende Trainer Guido Mertens wird eine Mannschaft in Empfang nehmen, die schon jetzt in guter Verfassung ist und hochmotiviert sowie konzentriert zu Werke geht. Schwierig könnte die Auswahl der richtigen Personalien werden, denn der 24 Mann starke Kader ist in der Breite noch besser aufgestellt als in der Vorsaison. Verzichten muss Mertens im Moment noch auf Patrick Gentz (Adduktorenverletzung), Nachwuchskeeper Lukas Floß (Bänderdehnung) sowie Domenique Lengersdorf (Aufbautraining nach Muskelbündelriss). Andre Winnen befindet sich nach seinem Kreuzbandriss wieder im Mannschaftstraining, braucht aber sicherlich noch ein paar Wochen. Dennoch, Mertens hat die Qual der Wahl.

Dass letztlich alle Feldspieler an Board geblieben sind zeigt deutlich, dass in Mechernich das Umfeld stimmt und dass der Zusammenhalt im Gesamtgefüge absolut passend ist. Die Jungs verstehen sich auch neben dem Platz und unternehmen viel gemeinsam.

In den kommenden Wochen steht für die Mertens-Truppe ein hartes aber auch abwechslungsreiches Programm an, bevor es dann am 16.08. zum ersten Meisterschaftsspiel gegen die SG Oleftal (15 Uhr Eifelstadion) kommt.

Ausblick kommende Wochen:

Für diese Woche ist noch ein Testspiel bei Landesligist SW Nierfeld (17.07. um 19 Uhr) geplant und dann geht es am Sonntag (19.07. um 15 Uhr) zum FC Keldenich (Kreisliga C) zur ersten Kreispokalrunde. Die TuS geht in dieses Spiel als Favorit und sollte dieser Rolle auch gerecht werden.

Dieser Spruch trifft natürlich auch für die TuS Mechernich mit seiner ersten und zweiten Mannschaft zu.

Rückblickend ist festzustellen, dass die erste Mannschaft, unter der Leitung des neuen Trainers Guido Mertens in der Kreisliga A einen beachtlichen 3. Platz erreichte und somit relativ nahe am begehrten Ziel des Aufstieges in die Bezirksliga stand.

Die zweite Mannschaft, unter dem langjährigen Trainer Harald Hohmeier, stand zum Abschluß auf dem 6. Platz der Tabelle in der Kreisliga C und verkaufte sich somit etwas unter Wert.

Aus beruflichen und privaten Gründen wird uns leider Torwart Robert Meyer in der nächsten Saison bei der „Ersten“ nur noch im Notfall zur Verfügung stehen. Björn Moldenhauer, Ersatztorwart und Co-Trainer verläßt uns auf eigenen Wunsch in Richtung Kommern und wird dort die 2. Mannschaft trainieren.

Für die neue Saison gibt es, was die 1. Mannschaft angeht, erfreuliches zu berichten. Schon in der Winterpause wechselte Mirko Lepartz, ein gestandener Bezirksligaspieler, vom Kaller SC wieder nach Mechernich. Bedingt durch eine hartnäckige Rückenverletzung kam er leider nicht zu dem von ihm und uns erhofften baldigen Einsatz. Nun ist für die neue Saison wieder alles O.K.

Weitere, mehr als erfreulich, sind die Neuverpflichtungen von Markus Georgi vom SV Nierfeld und von Tobias Lebert vom Kaller SC. Zudem kommt Hussein Yassine, ein gestandener Torwart vom Kaller SC wieder zurück nach Mechernich und als weiterer Torwart der erst 18jährige Lukas Floss von der SG Oleftal.

Wir alle hoffen und glauben, dass somit nach Erreichen des 3. Tabellenplatzes für die kommende Saison alles möglich ist.

Unsere 2. Mannschaft hat leider einige Abgänge zu verzeichnen. Wir sind aber davon überzeugt, dass wir wieder eine schlagfähige Truppe in der Kreiliga C stellen werden.

 

Ein Leisetreter tritt ab
Mechernichs Torhüter Robert Meyer legt eine fußballerische Pause ein

Ist man mal ehrlich, so ist man mit 24 Jahren vielleicht erst am Anfang seiner Fußballerkarriere. Wenn man dann auch noch Torhüter ist, dann winken die meisten Experten sogar völlig ab und geben deutlich zu verstehen, dass das beste Alter für einen Keeper erst bei rund um die dreißig liegt. Warum dann dieser Text? Darum! Mechernich - Eifelstadion – Sonntag, 07.06.2015 - 16:49 Uhr – Sonne pur, die Asche staubig wie eh und je – Abpfiff beim A-Ligaspiels zwischen der TuS Mechernich und dem SV Sötenich und auch Abpfiff für eine Fußballzeit, die nach fast 20 Jahren Vereinstreue nun durch eine berufliche, wie auch private Pause unterbrochen wird. Die Person um die es sich hier dreht - Robert Meyer – Torhüter - Nummer eins der TuS – Ruhepol und Rückhalt der Mannschaft. Während der Gegner aus Sötenich abgestiegen ist, geht Meyer zur Eckfahne, nimmt diese und trägt sie Richtung Vereinsheim. Aufräumen ist angesagt, so wie er es schon oft getan hat. Einige Gegenspieler, durch Enttäuschung über den vergeigten Klassenerhalt gekennzeichnet sind frustriert, stellen sich Meyer in den Weg. Wortfetzen fliegen Meyer entgegen, wie es zuvor nur vereinzelt ein paar Bälle waren. Dieser schlägt verbal zurück, trottet anschließend davon. Ein letzter Gang in die Kabine steht bevor. Abklatschen mit Mitspielern und Fans, dann noch ein Getränk und Tschüss – Meyer ist weg! Aber wer ist dieser Meyer, den alle wegen seiner ruhigen und besonnenen Art mochten?

   
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