Dramatische Szenen im Mittelmeer, chaotische Zustände zu Lande. Grenzen werden dichtgemacht, der Zustrom aber nur kurz gestoppt. Wer fliehen kann, der flieht aus den Krisengebieten des Nahen Ostens. Wer würde das nicht, wenn Tod und Zerstörung an der Tagesordnung sind. Wie überleben, wenn Nahrungsmittel und medizinische Versorgung nicht verfügbar sind? Wer nicht von den Schergen dieser Welt niedergemetzelt wird, muss den Hungertod fürchten. Erwachsene und Kinder sind, wenn sie überhaupt überleben, traumatisiert bis an ihr Lebensende. Schutt und Asche überall. Wo ist das zuhause von gestern geblieben? Es ist nicht mehr da.

Selbst auf der Flucht müssen besonders Frauen und Kinder fürchten, dem Grauen nur bedingt entkommen zu sein. Viele werden missbraucht werden. Kaum etwas davon gelangt an die Öffentlichkeit.

Die Welt geht aus den Fugen. Die Politik ist in Bewegung. Antworten auf die neuen Populisten sind kaum vorhanden. Die Probleme werden leider immer noch verniedlicht. So manche verharmlosende Aussage von Politikern lässt viele kopfschüttelnd zurück.

Auch im Kleinen wird der Egoismus und die asoziale Komponente groß geschrieben. Wir parken rücksichtslos auf Bürgersteigen und zwingen Fußgänger und besonders Familien mit kleinen Kindern auf die Fahrbahn. Aber bitte nicht beschweren, sonst muss man mit dem schlimmsten rechnen.

Polizei, Feuerwehr und sogar die medizinischen Hilfskräfte werden in kritischsten Augenblicken nicht nur behindert, sondern sogar tätlich angegriffen.

Solidarität und Wärme wird an Weihnachten groß geschrieben und doch klein gehandelt. Die kleine Spende im Supermarkt für den sozialen Zweck ist die Beruhigungspille für die Festtage zu Hause. Angesichts der zunehmenden Probleme von Alters- und Kinderarmut nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Vor diesem Hintergrund fällt es schwer, über das Laufen zu berichten. Wo wir uns doch so vieles leisten konnten und können. Laufreisen nach London und Mallorca standen auf dem Plan. Im nächsten Jahr ist die Reise nach Lissabon bereits fest in Planung. Eines unserer Mitglieder wird sich seinen großen Traum erfüllen: Marathon in Tokio/Japan. Und und und.

Aber auch wir hatten Momente der Trauer und des Schreckens. Wenn ein Ehepartner stirbt oder eine Krankheitsdiagnose in Aussicht gestellt wird, die alles in Frage stellt, aber glücklicherweise dann doch positiv ausfällt, stockt einem der Atem und lässt nach dem Sinn des Lebens fragen. Die Prioritäten verschieben sich urplötzlich und man merkt, was wirklich zählt. Da ist der Sport erstmal in den Hintergrund gedrängt. Und trotzdem kann er helfen, seine Gedanken neu zu ordnen und wieder zur Ruhe zu kommen.

Wir wünschen all unseren Mitmenschen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Weitere Einzelheiten über Läufe/Laufzeiten können Sie auf unserer Homepage www.tus-bleifuss-mechernich.de in der Rubrik „Bestzeiten“ erfahren, indem Sie einfach auf den Namen klicken. Ebenso finden Sie alle Berichte und Bilder der letzten zehn Jahre unter den Rubriken Laufberichte, Archiv und Bildergalerie.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern.

   
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