In dieser Ausgabe möchten wir einen weiteren Einblick in unsere Jugendabteilung geben. Auf dem Programm steht die nähere Betrachtung unserer B1-Junioren. In einem sehr ausführlichen und durchaus offenen Gespräch standen uns dabei die Trainer Bernd Harms und Uwe Lasch Rede und Antwort.

Die B1-Junioren ist eine derzeit 14 Mann starke Truppe, welche vor ein paar Jahren aus der TuS in die Spielgemeinschaft Mechernich / Feytal übergegangen ist. Zurzeit besteht der Großteil der Mannschaft (13 Spieler) aus Jugendlichen des Jahrgangs 1998. Die 98er, wie sie sich auch selbst sehr oft nennen, sind schon von den Bambinis an die Truppe von Trainer Bernd Harms. Dies lag damals nahe, da sein Sohn Jan ebenfalls in dieser Mannschaft spielt. Das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft ist sehr eng, bringt aber auch gewisse Schwierigkeiten mit sich. „Die Jungs und ich wissen allerdings wer wie tickt“ so Bernd Harms mit einem Schmunzeln. Nach 10 Jahren gemeinsamer Arbeit ist dies wohl auch kein Wunder. Letzter Neuzugang ist Simon Hilger, der zuletzt bei der C-Jugend spielte. Am längsten und somit von Anfang an dabei sind Julian Brockhues, Marvin Kuntze und Jan Harms. Kurz darauf stießen dann Jonas Lehser und Michael Nücken dazu. Lorenzo Moranelli, der einzige 97er im Team, hat zum gleichen Zeitpunkt mit dem Fußballspielen angefangen (auch bei der TuS). Hinzu kam dann Marc Lasch und mit ihm sein Vater Uwe, der seit 2008

die Truppe mit Bernd zusammen trainiert und auch bei der Organisation rund um die Mannschaft eine große Hilfe ist. Beiden Trainern macht es nach wie vor Spaß mit den Jungs zweimal wöchentlich zu arbeiten und sie bei den Spielen zu begleiten. Dabei steht mehr auf dem Programm als nur das Runde ins Eckige zu befördern. Dabei ist es beiden Trainern immer am wichtigsten, dass der Spaß am Spiel und am Fußballsport im Vordergrund steht. Wie wichtig eine gute Stimmung innerhalb der Mannschaft ist, zeigte sich in einer Saison als die Jungs als jüngerer Jahrgang Sonderstaffel spielten und alle Spiele verloren gingen. „Aufgrund der guten Moral in der Truppe ist zu der Zeit keiner von der Fahne gegangen“, berichtet Bernd Harms sehr stolz über seine Jungs. Im Gegenteil, in dieser sieglosen Zeit kamen Timur Yagan, Marcel Rätsep, InzudinZdralovic und Fabian Louis dazu. Damals war der Kader mit insgesamt 18 Spielern, allein des Jahrgangs 1998 auch am größten. Als reiner 98er Jahrgang ging es schließlich in die C-Jugend und auch in die Pubertät der Kids. „Schon eine kleine Herausforderung, die es zu meistern galt“, so Harms. Nicht nur Trainingsinhalte wollten vermittelt, sondern auch soziale Aspekte und zwischenmenschliche Dinge mussten immer wieder in die Waagschale geworfen werden. Die Motivation der Jungs sank, aber sie ging nicht zu Bruch. Auch nicht, als am Ende der C-Jugend vier Spieler aufhörten und zwei den Verein wechselten. Beide mit der Perspektive in der Bezirksliga zu spielen.

Zurzeit ist man, aufgrund von Verletzungen und dünner Personaldecke von einem Bezirksligaplatz weit weg, aber solange der Spaß am Spiel nicht verloren geht ist „uns alles zu zutrauen“, sagt Harms voller Überzeugung. Bange machen gilt bei ihm und den Spielern schon seit Kindheitstagen nicht. Auch nicht, und dass ist eine nette Anekdote am Rande, beim American Football. Zum Abschluss der E-Jugendzeit fand eine Fahrt nach Düren zu einem Spiel des Footballclubs Aachen-Düren-Demons an. Der Trainer vor Ort, ein Arbeitskollege von Bernd Harms, hatte etwas Tolles geplant, nämlich ein Showtraining mit den „schweren Jungs aus Düren“. Für alle Beteiligten eine wunderbare Sache in der der Spaß an vorderster Stelle stand.

Zum Ende eines jeden Altersklassenwechsels wird traditionell immer etwas mit den Jungs und deren Eltern unternommen. So war man bereits in Bubenheim (F), Düren Football (E), zum Eishockey bei den Haien (D), im Irrland am Niederrhein (C), zu einem Langstrecken Autorennen am Nürburgring (C) und einige Male Kegeln, Grillen oder in einer Soccerhalle Fußball spielen. Jetzt in der B-Jugend merkt man, dass die „Bande“ mit großen Schritten in das „Erwachsenenwerden“ läuft. Die Sprüche werden flapsiger ohne allerdings respektlos oder Ähnliches zu werden. Im Gegensatz zu dem was man auf anderen Sportplätzen erlebt. Darauf haben und werden Uwe Lasch und Bernd Harms immer großen Wert legen. Ihnen ist ein respektvoller Umgang mit den Gegnern immer wichtig gewesen und sie werden alles daran setzen dass dies auch so bleibt.

Bedenklich stimmt es die Trainer, dass mit dem Älterwerden der Spieler der Kontakt zu den Eltern immer mehr verloren geht. Bernd Harms dazu: „Da wird keiner mehr zum Training gebracht und die Besuche bei den Spielen beschränken sich immer auf die gleichen drei Väter. Das ist UNCOOL! Dabei sind die Eltern für das Fahren zu Auswärtsspielen und die Mütter für die (fast immer sau dreckige) Wäsche enorm wichtig“.

Gleichwohl wollen die Trainer Eines nicht versäumen, nämlich sich bei denen zu bedanken, die immer da waren und auch hoffentlich weiterhin sind.

„Ein großes Dankeschön an die Eltern der 1998er, die sich immer einbringen. Bis jetzt waren immer genug Autos und immer saubere Trikots vorhanden.

Vielen Dank auch für die Unterstützung bei unseren eigenen Hallenturnieren, beim Altpapiersammeln und beim Weihnachtsbaumverkauf.

Danke auch an die Jungs für die vielen kleinen und großen Momente in den letzten 10 Jahren, die so viel Spaß machten, wie z.B. der Traktor der um die Ecke fuhr und beide Teams das Fußballspielen einstellten. Alle schauten nur noch dem Traktor nach und als dieser um die Ecke fuhr wurde einfach weitergespielt. Die Trainer fingen laut an zu Lachen >> F-Jugend<<, haben wir gedacht. Oder auch nach einem verlorenen Spiel, wenn wir alles gegeben haben aber der Gegner einfach zu stark war. Für die Zukunft würden wir uns Spieler aus Feytal wünschen. Dann wären auch wir eine richtige SG“.

Wir bedanken uns bei Bernd Harms und Uwe Lasch für diesen ausführlichen und schönen Beitrag über die „98er“ und drücken die Daumen, dass es in der Frühjahrsrunde viele Siege gibt. Wichtiger aber wäre noch, dass der Zusammenhalt weiterhin so bleibt und dass noch viele schöne Momente folgen werden.

   
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